Das Parfum. Das Buch zum Film
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Es sei eine absolut einzigartige Geschichte, sagt Film-Produzent Bernd Eichinger, der sich zunächst viele Jahre vergeblich um die Filmrechte bemühte. Die Verfilmung der Geschichte eines Mörders von 26 Jungfrauen ist eine solche einzigartige Geschichte. Und das Buch zum Film vereint, wie ein gutes Parfum, gleich mehrerlei: Interviews, das Drehbuch, Hintergründe zu Film, Besetzung und Stab. Eigentlich ist Das Parfum als Weltbestseller von Patrick Süskind ja nicht mehr zu toppen, wer denn aber darüber hinaus das Hörbuch genossen hat, die markante und eigenwillige Stimme Hans Kortes noch im Ohr hat, der kann nun auch detailliert die Entstehungsgeschichte des Films erkunden. Regisseur Tom Tykwer erinnert sich an seine ersten Roman-Eindrücke, die explizite Beschreibung von Dreck und Müll in der Alltagswelt des 18. Jahrhunderts. Das Leben in einem unfassbar stinkenden Moloch ohne Licht. Die Besetzung des Grenouille, jenes mordenden Monsters mit dem absoluten Geruchssinn, sei eine eigentlich unlösbare Aufgabe gewesen ; es musste diese sehr spezielle Kreuzung aus Unschuld und Abgründigkeit sein, die dann mit Ben Whishaw gefunden wurde. Er hat es uns ermöglicht, dem Zuschauer Zugang zu einem so bizarren Charakter (...) zu verschaffen -- und hat damit dem Film eine Seele geschenkt. Viele Bilder lassen Szenen des Films lebendig werden, Interviews klären Unterschiede zwischen Buch und Film. Man habe die Psychologie der Charaktere neu arrangiert, sagt Eichinger und Grenouille einen weniger zynischen Charakter gegeben. Anschaulich auch Berichte von den Drehorten: ein Platz in Barcelona wurde zu einem stinkenden Pariser Fischmarkt mit Hilfe von 2,5 Tonnen Fisch und einer Tonne Fleisch, was nach kurzer Zeit ziemlich gestunken hat . Ein Buch, das rundum bestens auf den Film vorbereitet, oder aber anschließend zur eigenen Meinungsbildung äußerst hilfreich ist. --Barbara Wegmann