Kiharu. Memoiren einer Geisha.
AutorKiharu Nakamura
VerlagLübbe
Seiten507
Edition6
FormatTaschenbuch
Release01.01.1999
EAN9783404129546
ISBN0003404129547
KategorienBiografien & Erinnerungen, Kunst & Kultur
Beschreibung
Was steckt hinter dem geheimnisvollen Beruf der Geisha, den es nur in Japan gibt und nirgends sonst auf der Welt? Viele Vorurteile ranken sich darum und verpassen diesem Gewerbe ein fragwürdiges Ansehen. Kihara, selbst einmal Shimbashi-Geisha (eine besondere Geishatradition) möchte aufräumen mit dem falschen Bild, was sich viele vom Dasein einer Geisha machen, denn es geht dabei um viel mehr, als nur um Prostitution. Und so führt sie uns im ersten Teil ihres Buches in eine ganz und gar eigene und exotische Welt der japanischen Tänze, des Shamisenspiels, der großen Gesellschaften und pompösen Empfänge in japanischen Teehäusern, in denen den Geishas eine ganz besondere Rolle zukommt. Kihara ist sehr ehrgeizig und besucht heimlich, neben ihren Verpflichtungen als Geisha, eine Englischschule. Daraufhin gestattet man ihr, auch ausländische Gäste zu betreuen. Abrupt gibt sie ihren Beruf auf, als der japanische Geheimdienst von ihr verlangt, die Diplomaten aus anderen Ländern zu bespitzeln. Doch damit ist ihr aufregendes Leben noch lange nicht zu Ende. Sie heiratet spontan einen hohen Minister, mit dem sie nach Indien geht. Ein Ereignis jagt das andere, während sie in Kalkutta lebt und über ein Internierungslager am Himalaja nach Japan zurückkehrt. Dann bricht der Krieg aus und es beginnen schwere Zeiten, von denen Kihara im zweiten Teil ihres Buches berichtet. Schwierig dabei ist, daß man in Japan nicht alles sagen kann und so muß sie geschickt formulieren, um ihren Verlegern keine Schwierigkeiten zu bereiten. Der dritte Teil erzählt von ihrem Leben in Amerika. Amerika wird nach dem Krieg zu ihrer Wahlheimat, das sie sehr lieben lernt. Immer wieder stößt sie auf Ablehnung, wenn es um ihre Vergangenheit als Geisha geht. Deshalb beschließt sie, dieses Buch zu schreiben. Sie entdeckt ihren Lebensinhalt darin, der westlichen Welt die Kultur Japans näher zu bringen und erntet damit auch durch Vorträge und die Verfilmung ihrer Geschichte viel Erfolg. Auf den Fotos begegnet dem Leser eine wirklich atemberaubend schöne Frau, die hochintelligent ist und trotz der strengen japanischen Schule, ganz Anmut und Maske zu sein, ihre Natürlichkeit bewahrt hat. Mit typisch japanischer Stimme, die in westlichen Ohren meist so reizend "naiv" und kindlich klingt, erzählt Kihara von einem Leben, wie es sich kaum einer von uns vorstellen kann. --Daphne von Unruh
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