Another Day in Paradise
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Der Filmemacher Larry Clark, der sich offenbar selbst zum "Poeten der Dekadenz" des amerikanischen Films gesalbt hat, lässt auf seinen von der Kritik gefeierten Film Kids eine weitere Reise durch die dunkleren Regionen amerikanischer Verkommenheit folgen. Another Day in Paradise -- sogar der Titel schreit vor billiger Ironie -- mag ja von einer ausgezeichneten Besetzung, einer Mischung aus neuen und bekannten Gesichtern, meisterhaft dargestellt sein. Aber wie oft müssen wir uns eigentlich noch das Leben mörderischer, selbstzerstörerischer und klauender Heroinjunkies antun und uns dadurch deprimieren lassen? James Woods und Melanie Griffith, in ihren Rollen als Ersatzeltern für ein junges Pärchen (Vincent Kartheiser, Natasha Gregson Wagner), das sie als Komplizen in einer Reihe von Raubüberfällen und gefährlichen Deals anheuern, sind einfach gro�artig. Worin aber besteht eigentlich der tiefere Zweck dieses übermä�ig nachsichtigen, vulgären und letztendlich doch widerlichen Porträts von widerlichen Leuten? Clark mag ja gut sein in der authentischen Darstellung des hässlichen Amerikas, aber bevor dieser Film noch halb vorüber ist, werden Sie wahrscheinlich rufen: "Es reicht!". Spätestens nachdem Kartheiser in seiner Rolle endlich den Fängen seiner schrecklichen "Eltern" entkommen ist, wird klar, dass Clark eigentlich gar nicht soviel zu sagen hat, und was er sagt, ist kaum wert, erzählt zu werden. Und warum Woods Figur so sehr darauf abfährt, immer wieder "Buh-Jah!" zu sagen -- nun, da können wir alle nur raten. --Jeff Shannon
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