Beschreibung:
Regisseur Mathieu Kassovitz war ob der ewigen Kämpfe mit dem Studio und der Tatsache, dass dieses seinen Film auf einen Rumpf heruntergekürzt hat, so erzürnt, dass er sich noch vor Kinostart von dem Film distanzierte und den Filmfans riet, sich das Unglück gar nicht erst anzusehen. Ganz unbegründet ist sein Zorn nicht, denn wenn man sich 'Babylon A.D.' in der jetzigen Form ansieht, so merkt man ihm schon an, dass er etwas ruppig daherkommt und Storyelemente oder ruhigere Sequenzen wohl samt und sonders gekürzt wurden, um den Film schneller zu machen und die Action hervorzuheben.Die ist in jeder Einstellung wirklich grandios und bietet alles, was der Actionfan begehrt. Die Geschichte ist, obwohl derivativ, auch nicht von schlechten Eltern und wartet mit einem kleinen Twist auf, den man zwar erahnt, der dann aber doch noch etwas variiert wird. Nur muss man in Sachen Story auch konstatieren, dass hier wohl der ursprünglich weit längere Cut des Films sehr viel klarer erscheinen dürfte, denn in der jetzigen Form wirkt 'Babylon A.D.' ein wenig verloren, geradeso, als wüsste er selbst nicht so ganz, was er erzählen will. Und besonders im letzten Drittel etabliert der Film Elemente mit einer rasanten Geschwindigkeit, um eine Form von Erklärung und Abschluss zu liefern, ohne dass er sich die Zeit nimmt, auch darüber nachzudenken, ob diese Details der Geschichte wirklich zuträglich sind. Hervorragend ist dafür die Umsetzung der nahen Zukunft mit dem krassen Kontrast des heruntergekommenen ehemaligen Ostblocks und der glitzernden Neonwelt New Yorks. Hier denkt Kassovitz konsequent weiter, was sich in unserer heutigen Gesellschaft bereits abzuzeichnen beginnt. Fazit: Inhaltlich etwas wirr, aber mit Top-Action und einem wie immer cool agierenden Vin Diesel.
Angaben laut Hersteller
Darsteller: Vin Diesel, Mélanie Thierry, Michelle Yeoh
Regisseur(e): Mathieu Kassovit
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Der Roman von Eric Besnard galt lange Zeit als unverfilmbar und kein Regisseur hatte Interesse, sich der Geschichte um einen Söldner und seine Reise mit einem jungen Mädchen durch die düstere Zukunft anzunehmen. Der Franzose Mathieu Kassovitz (Gothika) soll sich, so erzählt er gern selber, in zwei Nächten durch die Geschichte gelesen und dann gesagt haben, mit sechs Stunden Film und 500 ... weiterlesen
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