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Classic Monster Collection - Box (Limited Collector's Edition)
Freigabeab 16 Jahren
Laufzeit581 Minuten
SpracheDeutsch, Dolby Digital 2.0
Englisch, Dolby Digital 2.0
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch
Anzahl1
MediumDVD
Release16.01.2003
EAN3259190354692
KategorienHorror
Beschreibung
Dracula
Als sich Universal Pictures die Filmrechte an der Broadway-Adaption von Dracula sicherte, gab man das Projekt zuversichtlich in die Hände von Schauspieler Lon Chaney und Regisseur Tod Browning. Chaney starb jedoch kurz darauf an Krebs und Universal engagierte stattdessen einen ungarischen Schauspieler, der bereits mit dem Bühnenstück Erfolge feiern konnte: Bela Lugosi. Das Resultat markierte den Beginn von Lugosis sonderbarer Karriere und begründete die Blütezeit des Horrorfilms der 30er-Jahre. Der Film beginnt gleich viel versprechend mit einer, vom großartigen Kameramann Karl Freund fotografierten Sequenz, in der Graf Dracula auf seinem düsteren Schloss eingeführt wird. Dracula und sein blutsaugender, fanatischer Anhänger (Dwight Frye in einer legendären, wahrlich wahnsinnigen Rolle) werden ihre Bestimmung am Ende in Gestalt des Vampirjägers Van Helsing (Edward van Sloan) finden. Auch wenn der Film mit zunehmender Zeit immer weniger seine Bühnenherkunft verleugnen kann und zeitweise ein wenig holprig daherkommt, lebt Dracula durch Brownings verstörende Regie von Lugosis schauderhaft unheilvoller Präsenz und seinem Tod. So verzichtet Browning beispielsweise fast vollständig auf einen Soundtrack. Lediglich die Titelsequenz wurde durch einen kurzen Ausschnitt aus Der Schwanensee atmosphärisch unterstützt. Frankenstein , der ein paar Monate später in die Kinos kam, bestätigte endgültig den Horror-Hype und Universal hat seitdem mit seinen beiden Klassikern sehr viel Geld verdient (ganz abgesehen von den zahllosen Folgeprojekten). Zweifellos hinterließ die Rolle Graf Draculas einen bleibenden Eindruck auf Bela Lugosi, dessen geistige Verwirrung wie auch seine Drogenabhängigkeit stetig zunahm, und der nie wieder in seinem Leben eine gesunde Distanz zu der Figur finden sollte, die ihn berühmt gemacht hat. Er wurde auf seinen eigenen Wunsch hin in einem schwarzen Vampirumhang beerdigt. --Robert Horton Frankenstein
"Es lebt! Es lebt!", ruft ein von Colin Clives gespielter triumphierender Frankenstein, als die Elektrizität über den ungefügen Körper eines wiederbelebten Leichnams schnurrt. "Im Namen Gottes, jetzt weiß ich, wie es ist, Gott zu sein!" Dieser Satz, den jahrelang niemand hörte, ist jetzt, zusammen mit der Szene, in der das kindliche Monster ein kleines Mädchen in den See wirft, in James Whales Frankenstein, einem der einflussreichsten und berühmtesten Horrorfilme, die jemals gedreht wurden, restauriert und wieder eingefügt worden. Nach seinem enormen Erfolg mit Dracula übertrug Universal dem Regisseur Whale die Regie der Adaption von Mary Shelleys berühmtem Roman mit Bela Lugosi als Monster. Als Lugosi die Rolle ablehnte, engagierte Whale den relativ unbekannten Charakterdarsteller Boris Karloff und zusammen mit dem Maskenbildner Jack Pierce erschufen sie das denkwürdigste Monster der Filmwelt: eine riesige polternde Kreatur mit eingesunkenen Augen, flachem Kopf und einer zackigen Narbe an der Stirn. Whale und Karloff machten aus diesem stummen, missverstandenen Scheusal mit dem implantierten Hirn eines Verrückten (die eindeutigste der Freiheiten, die man sich bei der Adaption von Shelleys Roman genommen hatte) die bemitleidenswürdigste Abnormität der Natur, die jemals über die Leinwand strauchelte. Clives' Dr. Frankenstein ist intensiv und vibrierend, und Dwight Frye setzte Maßstäbe mit seiner Darstellung des buckligen wissenschaftlichen Assistenten mit den wilden Augen. Whales spätere Filme, besonderes die Horrorpersiflage The Old Dark House und die verrückt stilisierte und humorvolle Fortsetzung Frankensteins Braut , zeigen eine sicherere cinematografische Hand als in Frankenstein und enthalten zusätzlich eine subversive Form von schwarzem Humor, aber wenn man die Beschränkungen der frühen Tonfilme bedenkt, so ist es Whale gelungen, Frankenstein von seiner Statik zu befreien und ihn mit beeindruckender Ausstattung und expressionistischen Schnörkeln zu versehen. --Sean Axmaker Der Wolfsmensch
Selbst ein Mann reinen Herzens, der den Tag mit einem Gebet beschließt, wird zum Wolf, wenn sich der Fluch des Wolfes über ihn ausbreitet und der Vollmond ansteht. Diese verhängnisvolle Erfahrung muss Lawrence Talbot (Lon Chaney Jr.) machen, der nach Europa auf das Landgut seines reichen Vaters (Claude Rains) zurückkehrt. Chaney ist Amerikaner und wirkt in dieser Kulisse etwas deplaziert, der Film macht sich jedoch die Mühe, Chaneys amerikanisches Auftreten zu erklären, was für einen Film dieser Zeit sehr selten ist. Auf genau diesem Landgut wird er von einem Werwolf gebissen und verwandelt sich fortan bei jedem Vollmond in einen Wolf, der seine Umwelt terrorisiert. Möglich gemacht hat diese Verwandlung der Make-Up-Künstler Jack Pierce, der zuvor bereits Boris Karloff in Frankenstein in ein Monster verwandelt hat. Zumindest in den USA ist Chaneys Werwolf-Kostüm nicht weniger legendär als Karloffs berühmtes Outfit. In den USA war dieser, von dem deutschen Curt Siodmak geschriebene, atmosphärisch beeindruckende Film ein Megahit und bescherte Universal ein neues Monster, nachdem ihre berühmte Horrorfilmserie, zu der solche Meisterwerke wie Frankenstein und Dracula gehören, einige nicht mehr zu kaschierende Abnutzungserscheinungen gezeigt hatte. Chaney selbst entwickelte sich mit diesem Film zu einem Star und trat in die Fußstapfen seines Vaters, dem wahrscheinlich berühmtesten Horrorfilm-Darsteller der Stummfilm-Ära. --Robert Horton Der Schrecken vom Amazonas
Jack Arnolds Klassiker Der Schrecken vom Amazonas hat zwei der berühmtesten Bildnisse des Horrorfilmes hervorgebracht: Da wäre zum einen der Kiemenmann mit den Schwimmhäuten zwischen Fingern und Zehen, da wäre zum anderen das Bild der langbeinigen, überaus hübschen Julia Adams, das Objekt seiner Begierde -- wie sie in der Lagune in einem leuchtend weißen Badeanzug schwimmt. Seit King Kong und die weiße Frau ist es keinem Film gelungen, die Geschichte der Schönen und des Biestes mit einem solch sexuellen Verlangen (und doch voller Keuschheit) zu inszenieren, wie dies Arnold in seinem Film gelungen ist. Arnold benutzt einen typischen, effektiven B-Film-Plot -- ein kleines Expeditionsteam trifft am Amazonas auf einen prähistorischen Amphibienmann und nimmt ihn gefangen; der Amphibienmann aber kann entkommen und entführt aus Rache die badende Schönheit -- und kreiert aus diesem Plot ein melancholisches, stilvolles Drama. Ein Großteil des Filmes wurde unter Wasser inszeniert, wo es Arnold im schmutzig-trüben Dunkel, das nur durch ein schummeriges Sonnenlicht teilweise erhellt wird, gelungen ist, Bilder zu erzeugen, die sowohl faszinierend wie bedrohlich erscheinen (die im Studio entstandenen Aufnahmen vom Versteck des Amphibienwesens wirken zwar weit weniger naturalistisch als die von Arnold außerhalb des Studios gedrehten Szenen, sie erfüllen jedoch ihren Zweck, weshalb über diese Schwäche hinweggesehen werden kann). Dass der Film zum Klassiker wurde, ist vor allem Arnolds handwerklichem Geschick und der Figur des Monsters zu verdanken. Arnold war in den 50er-Jahren ein Studioregisseur, der das zu drehen hatte, was das Studio von ihm verlangte -- ob er den Stoff mochte oder nicht. Daher hatte er, was die Besetzung oder das Budget eines Filmes betraf, de facto keinerlei Mitspracherechte. Dies merkt man vielen seiner Genrefilme an. Handwerklich betrachtet sind sie allesamt Meilensteine, doch auch ein Klassiker wie Der Schrecken vom Amazonas leidet unter den von den Produzenten auferlegten Beschränkungen der künstlerischen Freiheit des Regisseurs: In diesem speziellen Fall sind es sein eher blasser Hauptdarsteller Richard Carlson, der in seiner aufrechten Darstellung zwar dem Zeitgeist der 50er-Jahre entspricht, heute allerdings wenig nuanciert und somit im Endeffekt blass wirkt, während die Geschichte aufgrund ihrer Konventionalität wenig Platz für Überraschungen bereithält (was vom Studio seinerzeit so gewollt war). Ursprünglich ist der Film übrigens im 3-D-Verfahren gedreht worden. --Sean Axmaker Phantom der Oper
Die Geschichte um Das Phantom der Oper wurde 1911 von Gaston Leroux geschrieben. Unter der Pariser Oper tummelt sich das so genannte Phantom, das sich durch Forderungen bei den Direktoren der Oper bemerkbar macht. Als diese das Phantom nicht ernst nehmen, entführt es die Sängerin Christine, in die es sich unsterblich verliebt hat. Das Unglück nimmt seinen Lauf. Bereits 1925 entstand der Stummfilm mit Lon Chaney in der Hauptrolle. Es folgten noch fünf Verfilmungen (die letzte aus dem Jahr 1990), die mehr oder weniger lose auf der Vorlage basieren. So spielt die Verfilmung aus dem Jahr 1989 (in der Hauptrolle Robert Englund, vielen besser bekannt als Freddie Krueger) nicht mal in Paris, sondern in London. Die vorliegende Verfilmung ist die erste Tonfilmversion aus dem Jahr 1943 und die einzige in der die Musik eine große Rolle spielt. Claude Rains (als Enrique Claudin) spielt den unglücklichen und maskierten Antihelden, erhält aber leider nicht sehr viel Raum für seine Darstellung. Susanna Foster (als Christine DuBois) und Nelson Eddy (als Anatole Garron) dagegen erhalten viel Zeit, ihre Charaktere zu etablieren und sie sind sehr gut dabei. Im Gegensatz zu den anderen Verfilmungen fällt die vorliegende Version aus dem Rahmen, weil sie zum großen Teil auf der Bühne der Pariser Oper spielt. Das heißt, der Zuschauer bekommt einiges an hervorragend gesungenen Arien zu hören, die in einem liebevoll ausgestatteten Bühnenraum spielen. Mit diesen Arien verwoben, wird die spannende Geschichte hinter der Bühne erzählt, in der das Phantom sein Unwesen treibt und Morde begeht. Obwohl der Gedanke an Arien vielleicht manchen Zuschauer abschrecken wird, gehört der vorliegende Film doch zu den besseren Verfilmungen und ist durchaus sehenswert. Das Phantom der Oper erhielt sehr zu Recht zwei Oscars für Beste Ausstattung und Beste Kamera. Wer sich jedoch richtig gruseln will, der sollte sich das Buch kaufen, das auch heute noch nichts von seinem Horror verloren hat. --Ursula Steingass
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