Deepa Mehta Collection - Fire Earth, And Water
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Earth:
Lahore, British India (heutiges Pakistan), 1947: Die achtjährige Lenny, Tochter einer reichen Parsi-Familie, erlebt die schmerzhaften und gewalttätigen Umbrüche, die über Indien im Zuge der Unabhängigkeit von England hereinbrechen. Lenny mangelt es an nichts, für ihr Wohlergehen sorgt ständig eine Nanny: Die bildhübsche Shanta, die von einer ganzen Reihe von Männern verehrt wird, darunter der Moslem Hasan und der Hindu Dil. Obwohl die Männer untereinander befreundet sind, konkurrieren sie um die Liebe der attraktiven Inderin. Mit der Zeit kommen sich Shanta und der moslemische Masseur Hasan immer näher. Sympathien hegt die Nanny auch für Dil, den Eisverkäufer, der leidenschaftlich dem Hinduismus folgt. Doch am Ende entscheidet sie sich für Hasan. Als ein Zug voller Muslime massakriert wird, brechen in der Stadt gewaltsame Konflikte zwischen den Muslimen und Hindus aus. Die Liebe zwischen der Hindu-Frau Shanta und Hasan scheint nicht mehr zeitgemäß, doch die beiden kämpfen für ihre gemeinsame Zukunft, während die Stadt um sie herum in Chaos und Bürgerkrieg zu versinken droht...
Fire:
Radha lebt seit 16 Jahren in einer arrangierten Ehe ohne Liebe, die den Ehen von Millionen anderer indischer Frauen gleicht - bis zu dem Tag, an dem ihre junge Schwägerin Sita in die Familie eintritt. Sita stellt die überkommenen Traditionen in Frage und zwischen den beiden vernachlässigten Frauen entwickelt sich eine zärtliche Liebe, die stärker ist als alle Konventionen. Fire erzählt in betörend schönen Bildern voller Poesie von schwelenden Sehnsüchten, aufflammenden Gefühlen, tradierten Geschlechterrollen und den Fesseln von Kultur und Konvention. Anhand einer Großfamilie entfaltet sich der Konflikt zwischen Tradition und Moderne, Individuum und Gesellschaft, östlicher und westlicher Kultur, Wunsch und Wirklichkeit und den daraus erwachsenen Problemen einer sich im Wandel befindlichen indischen Gesellschaft.
Water:
Die Geschichte spielt 1938, vor dem Hintergrund Mahatma Gandhis Aufstieg zur Macht im kolonialen Indien. Das achtjährige Mädchen Chuyia wird kurz nach ihrer Hochzeit Witwe und muss in ein Heim, in dem hinduistische Witwen ihr Leben in Buße fristen (müssen). Die Frauen werden dort hingeschickt, um 'schlechtes Karma zu sühnen, aber nicht selten vor allem deshalb, um ihren Familien nicht finanziell und emotional zur Last zu fallen. Das lebhafte Mädchen bringt das Leben der Bewohnerinnen gehörig durcheinander, besonders das der schönen Witwe Kalyani, die sich in den jungen Gandhi-Anhänger Narayan verliebt. Doch ein trauriges Geheimnis, das Kalyani umgibt, zerstört die Zukunftspläne der beiden Liebenden, und verändert auch das Leben der kleinen Chuyia.