Alone in the Dark: The new Nightmare
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Es gibt Spiele, bei denen allein die Erwähnung des Titels schon ausreicht, um dem passionierten Zocker ein seliges Lächeln aufs Gesicht zu zaubern: Alone in the Dark ist ein solches! Als Alone in the Dark 1992 auf den Markt kam, konnte es mit seiner ausgewogenen Mischung aus Rätseln und Actioneinlagen einen solchen Erfolg verbuchen, dass in den Folgejahren zwei weitere Teile folgten. Seitdem warten die Fans der Serie ungeduldig auf eine Fortsetzung der Abenteuer des Privatdetektivs Edward Carnby. Doch erst jetzt, ganze sechs Jahre später, ist es endlich soweit: Alone in the Dark IV: The New Nightmare steht in den Startlöchern um die Erfolgsgeschichte der Adventure-Serie fortzuführen. Zur Handlung: Der mysteriöse Tod seines Freundes Charles Fiske lässt Edward Carnby keine Ruhe. Er will den Mörder unbedingt dingfest machen. Hierzu begibt er sich auf die kleine Insel Shadow Island vor der Küste des US-Bundesstaates Maine, wo er von seinem Kontaktmann Fred Johnson erfährt, dass Fiske auf der Suche nach drei uralten Steintafeln gewesen ist, die ihrem Besitzer der Legende nach unvergleichliche Macht verleihen. Um zu verhindern, dass diese Tafeln in die falschen Hände fallen, muss Carnby das Rätsel der Insel lüften. Dabei lassen undurchsichtige Einheimische, übernatürliche Ereignisse und selbstverständlich ein finsteres, sagenumwobenes Herrenhaus das Herz jedes Horrorfans unwillkürlich höher schlagen! Nicht zu vergessen die zahlreichen furchteinflößenden Kreaturen, auf die Carnby im Verlauf seines Abenteuers stößt. Denn wie schon die ersten drei Teile basiert auch Alone in the Dark IV zu einem gewissen Grad auf den Ideen des amerikanischen Kultautors H. P. Lovecraft (1890-1937), dessen eigentümliche Erzählungen über unaussprechliche kosmische Bedrohungen schon Autoren wie Robert Bloch , Stephen King und Ramsey Campbell inspiriert haben. Gesteuert wird Carnby wie schon in den vergangenen Abenteuern aus der Dritte-Person-Perspektive; der Spieler sieht also vornehmlich den Rücken des Helden. Dabei können Sie die Kamera allerdings nicht nach eigenem Gusto ausrichten, sondern müssen brav der von den Designern vorgegebenen Dramaturgie folgen. Ein bisschen altmodisch mögen auch die vorgezeichneten Hintergründe wirken, in denen sich Carnby in 3D bewegt. Doch die wunderschön gestalteten Schauplätze sowie hübsche Grafikeffekte wie Gewitterblitze, im Wind flackernde Fackeln und die funkelnden Augen geheimnisvoller Wesen, die Ihnen aus dem Schatten heraus auflauern, sind dennoch ein Augenschmaus. Das umso mehr, da es vielerorts gar nicht so schrecklich viel zu sehen gibt, denn nicht allein von der Grundstimmung, auch von der Grafik her ist Alone in the Dark IV ein überaus düsteres Spiel. Man bewegt sich größtenteils durch in Halbdunkel getauchte Zimmer und Gewölbe -- wenn nicht sogar absolute Finsternis herrscht. Erst wenn Carnby seine Taschenlampe zur Hand nimmt oder sich eine Fackel schnappt, werden im Lichtkegel kleine Abschnitte der Umgebung sichtbar, was mehr als einmal für gänsehautfördernde Schockmomente sorgt, wenn Sie plötzlich geradewegs in den Rachen irgendeines Monsters starren... Alles in allem erwartet Sie mit Alone in the Dark IV: The New Nightmare ein spannendes, im besten Sinne altmodisches Horroradventure, in dem ein helles Köpfchen ebenso gefragt ist wie ein flinker Finger am Abzug. Für Fans der Serie und alle, die an Spielen wie Nocturne oder Devil Inside Gefallen finden, ist jedenfalls auch das vierte Abenteuer des Meisterdetektivs ein Muss! --Andreas Kasprzak Pro:
Liebenswert klassisch Gelungene Schockeffekte Stimmungsvolle Schauplätze Kontra:
Hintergründe vorgezeichnet