Die glorreichen Sieben Collection
Freigabeab 12 Jahren
Laufzeit413 Minuten
SpracheDeutsch
Englisch
Multilingual
UntertitelDeutsch, Englisch, Multilingual
MediumDVD
Release17.04.2003
EAN4045167019317
KategorienWestern
Beschreibung
Die glorreichen Sieben
Akira Kurosawas aufrüttelnder Film Die sieben Samurai war einfach prädestiniert für ein amerikanisches Remake. Schließlich unterscheiden sich die Regeln und Ehrenkodizes im alten Japan nicht allzu sehr von denen des Wilden Westens. In diesem Sinne werden in Die glorreichen Sieben Samurai in Cowboys verwandelt. Die belagerten Einwohner eines mexikanischen Dorfes sind der Überfälle einer Bande von Bandidos überdrüssig und heuern sieben Revolverhelden an, um die Eindringlinge ein für alle Mal in die Flucht zu schlagen, und diese Revolverhelden sind ebenso cool wie geschickt im Umgang mit der Waffe. Die meisten Darsteller der sieben Helden hatten in den 60er-Jahren gerade die Spitze ihrer Popularität erreicht: Steve McQueen ( Gesprengte Ketten ), James Coburn, Charles Bronson ( Spiel mir das Lied vom Tod ), Robert Vaughn und Horst Buchholz ( Das Leben ist schön ). Der Mann, der die mutigen Kämpfer zusammen bringt, ist Yul Brynner ( West World ), der gefährlichste Glatzkopf des Wilden Westens. Die Herangehensweise von Altmeisterregisseur John Sturges ( Vierzig Wagen westwärts ) ist nicht besonders unkonventionell, aber die Story ist klar strukturiert und stark erzählt und das Charisma der Hauptfiguren scheint einem geradezu von der Leinwand entgegen zu fliegen. Wenn das noch nicht ausreicht, wird garantiert die unvergessliche Musik von Elmer Bernstein dafür sorgen, dass das zwölfjährige Kind im Zuschauer geweckt wird. --Robert Horton Die Rückkehr der glorreichen Sieben
Die Rückkehr der glorreichen Sieben ist die erste von drei Fortsetzungen des legendären Westerns von John Sturges. Der von Burt Kennedy inszenierte Spielfilm ist spannend, jedoch gelangt er qualitativ nicht an das Original heran. Die glorreichen Sieben gehört zu jener kleinen Gruppe von Western, die auch solche Zuschauer zu begeistern wissen, die mit dem uramerikanischsten aller Filmgenres für gewöhnlich nicht allzu viel anfangen können. Beherrschten bis dato edle Westernhelden die Leinwand, präsentierte Die glorreichen Sieben eine neue Kategorie von Helden: Outlaws! Die Welt der glorreichen Sieben hatte mit der Welt der Pioniere nicht mehr viel gemeinsam. Nach der Eroberung des Westens, ist in der Welt, in der sie einst die Helden gewesen sind, Recht und Ordnung eingezogen, gegründet auf puritanisch-christlichen Grundsätzen. Wenn, wie in Die glorreichen Sieben sieben Pistolenhelden schließlich für kaum mehr als ein paar Schalen voll Reis und ein paar Dollar in ein kleines Städtchen einziehen, um der dortigen Bevölkerung im Kampf gegen gewissenlose Banditen zur Seite zu stehen, dann steht vom ersten Augeblick fest, dass sie, die Revolverhelden, am Ende die Verlierer sein werden. Alles, was ihnen in dieser Welt geblieben ist, ist der Kampf. Ist dieser beendet, egal, ob sie ihn überlebt haben oder nicht, werden sie wieder einsame Reiter sein, die nach einem Sinn für ihr Dasein suchen. Jenseits der Gesellschaft, in der sie leben. Diese Subebene macht Die glorreichen Sieben bis heute zu einem begeisternswerten Spielfilm. Und sie ist es, die ihrer ersten Fortsetzung Die Rückkehr der glorreichen Sieben fehlt. Im Mittelpunkt der Handlung steht einmal mehr der schwarz gekleidete Revolverheld Chris (Yul Brunner), der gegen den reichen Rancher Lorca in den Kampf zieht. Dieser Rancher schickt regelmäßig seine Banditen los, um aus den umliegenden Dörfern arbeitsfähige Männer entführen zu lassen. Unter ihnen befindet sich auch ein Freund von Chris, weshalb er ein sehr persönliches Anliegen hat, Lorca das Handwerk zu legen. Genau daran hapert die Geschichte. Eben weil Chris ein persönliches Anliegen hat, Lorca das Handwerk zu legen, fehlt dem Film die beeindruckende Atmosphäre seines Vorgängers. Waren die glorreichen Sieben des ersten Teiles Verlorene auf der Suche nach einem Sinn für ihr Leben, sind sie im zweiten Teil einsame Rächer. Lorca indes ist eine faszinierende Figur, mit der der Film steht und fällt (und die bis zum Ende nichts von ihrer Faszination einbüßt). Waren auch die Banditen des ersten Teiles Verlorene, ist Lorca ein Mann, der längst zu Ruhm und Wohlstand gelangt ist. Er ist ein Paradebeispiel für einen skrupellosen Brachialkapitalisten, der für sein eigenes Wohl gewissenlos Frauen, Kinder und Männer benutzt und mit Gewalt seine Pfründe mehrt. Er ist ein Mann, der aufgrund seines Reichtums Gesetze ungestraft missachten und die Ordnung nach eigenen Interessen definieren darf. Und dies verpasst dem Film einen nachdenklichen Unterton: Einem Mann wie Lorca ist, so bitter das klingen mag, mit Gesetzen nicht mehr beizukommen. Um ihm das Handwerk zu legen, bedarf es letztendlich Männern, die nichts mehr zu verlieren haben und ihrerseits längst jenseits der Gesetze stehen. --Christian Lukas Die Rache der glorreichen Sieben
Aller guten Dinge sind drei, haben sich die Produzenten offenbar gedacht und nach Die glorreichen Sieben und Die Rückkehr der glorreichen Sieben 1969 einen dritten Western ins Rennen geschickt, der von einer Hand voll Männer berichtet, die den Kampf gegen eine Übermacht aufnehmen: Die Rache der glorreichen Sieben ist der dritte Film nach dem inzwischen hinlänglich bekannten Muster. Um eines vorweg zu nehmen: Der Film ist sehr spannend und bietet doppelt so viel Action wie seine beiden Vorgänger zusammen. Jedoch ist er Lichtjahre von den erzählerischen Dimensionen des meisterhaften ersten Teils entfernt. Und auch mit dem zweiten Teil, der immerhin einen faszinierenden Schurken aufzubieten hat und in Ansätzen zumindest eine einnehmende, erzählerische Dichte erreicht, ist dieser Film, der im Original den viel passenderen Titel Guns Of The Magnificent Seven ("Die Waffen der glorreichen Sieben") trägt, kaum zu vergleichen. Das Problem fängt mit der Auswahl des Hauptdarstellers an. Nach zwei Teilen hatte Yul Brunner keine Lust mehr. Die Rolle des Chris Adams, des Outlaws auf der Suche nach einem Sinn für sein Leben, wird in diesem Film von George Kennedy dargestellt. Keine Frage: Kennedy ist ein ehrenhafter Schauspieler, der im Laufe seiner fast 50-jährigen Karriere einige herausragende Rollen gespielt hat. Doch in der Rolle des von Selbstzweifeln geplagten Helden wirkt er eigenartig fehlbesetzt. Problem Nummer zwei ist der Spielort: Teil eins und zwei spielten in einer Art Niemandsland zwischen den USA und Mexiko. Während in den USA flächendeckend staatliche Ordnung eingekehrt war, herrschte in diesem Niemandsland noch ein Hauch der Unordnung. Hierher zogen sich jene Revolverhelden wie Chris Adams zurück, die den Westen erobert hatten, nun jedoch zu Relikten einer vergangenen Zeit geworden waren. Teil drei spielt jedoch ganz und gar in Mexiko. Und es sind politische Hintergründe, die im Rahmen der Handlung eine wichtige Rolle spielen. Auf solche Hintergründe haben die ersten beiden Filme verzichtet. Beide Filme waren Geschichten über Männer auf der Suche nach dem richtigen Weg -- ohne am Ende die Frage zu beantworten, ob sie ihn gefunden haben. Anders sieht dies im dritten Teil aus. Hier findet Chris den richtigen Weg. Damit aber wird der Film zu einem moralinsauren Lobgesang auf amerikanisches Heldentum. Warum? Um dies zu erklären, bedarf es eines Blickes auf die Handlung. Mexiko um das Jahr 1900: Das Land ist von inneren Unruhen zerrissen. In diesem Chaos wird Chris engagiert, um einen Revolutionär aus dem Gefängnis zu befreien, von dem sich verschiedenste Gruppen erhoffen, dass er Frieden über das Land bringen wird. Zunächst scheint Chris mit seiner Truppe von Söldnern nur einen Job auszuführen. Doch schon bald kämpft er für die Freiheit. Und damit scheitert der Film auf seiner Subebene. Chris wird zum strahlenden Helden, der als Racheengel das Land von der Unterdrückung befreit. Dazu wären mexikanischen Pistoleros nie in der Lage gewesen, suggeriert der Film. Es bedarf erst des amerikanischen Elementes, das den Menschen Frieden bescheren kann. Schon die ersten beiden Filme sind Gefahr gelaufen, solch chauvinistischen Thesen zu vertreten, doch durch die Fokussierung auf die Figuren und ihr Verlorensein in einer ihnen fremd gewordenen Welt, haben beide Filme dieses Problem elegant umschifft. Teil drei kommt diesbezüglich ein wenig wie der Elefant im Porzellanladen daher. Er wirkt unreflektiert, als wolle er laut ausrufen: "Ohne die Amis geht es eben nicht!" Dabei werden die Figuren der politischen Botschaft geopfert. Wer Action mag und über solche Schwächen hinwegzusehen vermag, wird diesen Film mögen. Wer es inhaltlich gehaltvoll vorzieht, sollte einen Bogen um diesen Film machen. --Christian Lukas Der Todesritt der glorreichen Sieben
Vier Teile sind meist einer zu viel! Der Todesritt der glorreichen Sieben , Teil vier der Reihe um den einsamen Revolverhelden Chris Adams, macht da keine Ausnahme -- trotz einer reizvollen Ausgangssituation. Diese Ausgangssituation nämlich beschäftigt sich mit der Frage, was eigentlich passiert, wenn ein ehemaliger Revolverheld seinen Weg zu Ende beschritten hat? Schon ein Filmklassiker wie 12 Uhr mittags hat sich mit einer ähnlichen Frage beschäftigt und ist zu der Antwort gelangt, dass ein solcher Mensch ständig von seiner Vergangenheit verfolgt wird. Egal, welchen Weg er auch beschreiten mag -- die Vergangenheit wird ihn nicht los lassen. Chris Adams ist -- wie einst Gary Cooper in 12 Uhr mittags -- Marshall geworden. Ausgerechnet seine Fähigkeit, mit dem Colt umzugehen, die ihn einst zu einem Außenseiter hat werden lassen, hat ihn nun zu einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft gemacht. Als Marshall genießt er höchste Reputationen. Sogar verheiratet ist er. Sein Leben verläuft in geordneten Bahnen bis Gangster, die regelmäßig ein kleines Dorf terrorisieren (Teil eins lässt grüßen), seine Frau ermorden. Bis zu diesem Punkt ist Der Todesritt der glorreichen Sieben eine durchaus interessante Fortführung der ersten beiden Teile. Doch mit dem Mord an Chris Frau mutiert der Film zu einer simplen Rächerstory, in der der von Hass erfüllte Marshall zusammen mit fünf ausgebrochenen Häftlingen und einem Journalisten gegen den Gangster ins Feld zieht. Die Handlung ist vorhersehbar, das moralische Ende des Filmes wirkt aufgesetzt. Überzeugen kann allein der leider oftmals unterschätzte Lee van Cleef, der sein Talent viel zu oft in zweit- und drittklassigen Produktionen verschwendet hat. --Christian Lukas
OutNow.CH Score: 4.9 von 6

Shichinin no Samurai erschient 1954 und erzählte die Geschichte von sieben Samuraikämpfern, die sich zusammenschlossen, um ein kleines Dorf vor Banditen zu beschützen. Basierend auf diesem Filmklassiker von Akira Kurosawa verschob Regisseur John Sturges (The Great Escape) die Szenerie in den wilden Westen, machte aus den Samurai Westernhelden und landete damit einer der ganz grossen Erfolge ... weiterlesen

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