Das Superweib
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Franziska, gespielt von Veronica Ferres ( Rossini , Schtonk! ), ist sorgsame Mutter und brave Hausfrau eines ständig abwesenden und untreuen TV-Regisseurs. Frustriert schreibt sie für ihren Scheidungsanwalt alle Eheerlebnisse nieder. Diese umfangreiche Biografie wird als Roman veröffentlicht und Franziska steht am Anfang einer erfolgreichen Schriftstellerkarriere. Doch dann verkauft ihr Verleger die Filmrechte zu ihrem Buch ausgerechnet an ihren Mann. Sönke Wortmanns ( Der bewegte Mann , Campus ) verfilmte Das Superweib nach der gleichnamigen Romanvorlage von Hera Lind. Linds Heldin Franziska wächst in ihrer Einsamkeit vom braven Dummchen zur streitbaren Frau heran und fordert ihren Anteil am Glück der Tüchtigen. Sie weiß von ihrer Anziehungskraft auf Männer und setzt diese gewinnbringend ein. Sie ist bereit, auch außerhalb des schützenden Heimes ihre Frau zu stehen. Ironischerweise stolpert Wortmann in dieselbe Falle wie der karrierehungrige Regiemacho seiner Geschichte. Das Superweib wird in der Verfilmung doch zum vamphaften Männertraum. Die feministische Kraft der Vorlage geht dabei verloren, der Humor jedoch nicht. So bleibt der Film eine unterhaltsame Komödie, deren Aussage nicht ernst genommen werden sollte, da frau sich sonst zu Recht empören müsste. Ob nun gewollt oder ungewollt, das Männer- wie das Frauenbild wird in gleichem Maße aufs Korn genommen. Insofern ist im Umfeld der Protagonistin für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt, so dass unbesorgt gelacht werden darf. Mit Starbesetzung: Heiner Lauterbach, Joachim Król, Thomas Heinze, Richy Müller, Liselotte Pulver. --Peter Kuhn
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