In den Schuhen des Fischers

In den Schuhen des Fischers
Leicht vergilbt, Schutzumschlag leicht beschädigt. Sonst guter Zustand. Kartonverpackung, B-Post

Titel : In den Schuhen des Fischers
Autor : Morris L. West
Einband : Hardcover
Seiten: : 392
Copyright : © by Morris L. West (Originalausgabe)
Ausgabe : Lizenzausgabe
Verlag : Ex Libris Buchclub Zürich

Der Vatikanstaat, umbaut von der Ewigen Stadt Rom, ist noch rund 140mal kleiner als die kleinste Republik der Welt, San Marino. Ein Zwergstaat und gleichzeitig ein
Riesenstaat, der weltweiten Einfluss nimmt, Sitz der zentralen Regierung der katholischen Kirche ist, blendender Brennpunkt der römisch-katholischen Kirche, Residenz von Petri Stellvertreter, des Papstes. Er geht «in den Schuhen des Fischers». Und er ist im Buchtitel von Morris L. Wests Roman gemeint. Der Papst als zentrale Gestalt einer Romandichtung: welche Kühnheit! Man traut sich vorerst nur zaghaft an diese Lektüre, zum vorneherein befürchtend, es könne nicht anders sein, als dass gebotener Takt verletzt werde. Wer liest, findet sich bald von jeglichem Vorurteil geheilt. Wie in seinem Werk «Des Teufels Advokat» erweist sich der Dichter als der Aufgabe, eine Erzählung im geistlichen Klima sich abwickeln zu lassen, vollauf gewachsen. Und die Erzählung - um es kurz zu sagen - beschreibt die Wahl eines Russen zum Papst. Das ist eine Fiktion, aber, so fragt man nach der Lektüre: wie lange noch? West ist ein ausgezeichneter Kenner von Klima und Stimmung der römischen Kirche, und so stimmt denn auch die Stimmung seines Romans. Papst Kyrill I. auf dem Stuhl Petri. "Der" Pontifex maximus, der vor seiner Wahl siebzehn Jahre lang in sowjetischen Gefängnissen und Lagern geschmachtet hatte. ist dazu ausersehen, die Kirche mit besonderer Weisheit zu führen. Morris L. West betont, dass sein Buch in einer frei erfundenen Zeit spiele und von frei erfundenen Figuren bevölkert sei. Wir dürfen beifügen, dass es indessen eine mögliche Zeit ist und dass mögliche Menschen auftreten. Ja, West kann seine Kennerschaft vatikanischer Verhältnisse nicht so dicht verschleiern, dass man nicht da und dort Wirklichkeit durchschimmern sieht. Das ergibt eine atemberaubende Wirkung.