The Day After - Der Tag danach
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Nur wenige amerikanische Filme sind bisher auf ähnlich drastische Weise mit der drohenden nuklearen Katastrophe umgegangen wie The Day After - Der Tag Danach . Entsprechend sorgte das umstrittene Fernsehspiel bei seiner Erstausstrahlung für beträchtlichen Wirbel. Bisher blieben atomare Auseinandersetzungen im Film immer der Darstellung machthungriger Politiker oder dem Ausdruck militärischer Stärke vorbehalten. Hier bleibt beides im Hintergrund. So ist beispielsweise der Pilot, dargestellt von William Allen Young, weniger auf seine Pflichterfüllung bedacht, als zu seiner frisch vermählten Frau zurückzukehren. Der Fokus der Geschichte richtet sich beständig auf das amerikanische "Heartland", im sprichwörtlichen Sinne, da sich der Ort der Handlung (Lawrence, Kansas) im Herzen, praktisch in der Mitte des Landes befindet. In der gebotenen Kürze wird der Zuschauer zunächst mit einem repräsentativen Querschnitt der amerikanischen Bevölkerung, einem Arzt (Jason Robards), einer jungen Braut (Lori Lethin), einem Studenten (Steve Guttenberg) und einem Akademiker (John Lithgow), vertraut gemacht. Als die Bombe in der Nähe von Kansas City einschlägt, ist das Ausmaß der Zerstörung entsetzlich und allumfassend. Ein paar wenige überleben dennoch und müssen in der Folge mit der steigenden Radioaktivität und dem schleichenden, unaufhaltsamen Zerfall der gesellschaftlichen Strukturen ringen. Die Szenen, in denen die Verwüstungen durch einen atomaren Militärschlag dargestellt werden, bleiben bis heute als leidenschaftlicher Appell gegen jegliche Form nuklearer Kriegsführung unerreicht und tragen zum überwältigenden Erfolg von The Day After - Der Tag Danach bei. Dazu kommt die entschiedene Inszenierung durch Nicolas Meyer, der sich bislang auf Fantasyfilme ( Time After Time ) spezialisiert hatte. Im Verbund mit dem talentierten Schauspielerensemble, das dem Stoff mit verbissener Entschlossenheit begegnet, braucht The Day After - Der Tag Danach , trotz gelegentlicher Ausflüge des Drehbuchs (von Edward Humes) in seichtere Gefilde, den Vergleich mit ähnlich bewegenden britischen Filmen, wie Kriegsspiel oder Threads nicht zu fürchten. --Paul Gaita
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Der TV-Film The Day After war mir als beklemmende Endzeitapokalypse in Erinnerung. Und dieses Gefühl der Ohnmacht bleibt auch, zumindest in der ersten Hälfte, Jahre nach der Aufsehen erregenden Fernsehausstrahlung Mitte der Achtziger Jahre bestehen. Das Aufquellen des "Krisenherds" West- und Ostdeutschland ist zwar nicht mehr aktuell, aber wenn man sich an die Zeiten des Kalten Krieges ... weiterlesen